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 EINSATZ
Flächensuche
Die Trümmersuche
Der Einsatz

Die Flächensuche

Unsere Flächensuchhunde werden in der Regel in stark bewaldeten Gebieten sowie in unübersichtlichen landwirtschaftlichen und industriellen Flächen eingesetzt. Die meisten Einsätze betreffen die Suche nach Demenzkranken, Suizidgefährdeten oder Personen, die dringend Medikamente benötigen. Aber auch Kinder, Schockopfer nach Unglücksfällen, verletzte Wanderer o.ä. gehören zu dem Personenkreis der Betroffenen.

Bei der Flächensuche läuft der Hund frei durchs Suchgebiet, welches er nach Anweisung seines Hundeführers durchstöbert. Mit seiner feinen Nase arbeitet er dabei jeglichen menschlichen Geruch aus. Das bedeutet, dass jeder – potentiell im Suchgebiet anwesende – Mensch angezeigt und gemeldet wird. Eine Kenndecke, die der Hund während der Suche trägt, weist ihn dabei als Rettungshund aus und ermöglicht eine Unterscheidung von anderen (ggf. streunenden) Hunden.

Wie der Hund dem Hundeführer den gefundenen Menschen anzeigt, ist abhängig von der Ausbildung des Hundes.
Ein Großteil der Hunde sind „Verbeller“. Sie zeigen ihren Fund durch anhaltendes Bellen am Opfer an. Auch wenn sich dieses fortbewegt oder schreit u.a., haben sie die Aufgabe, bei ihm zu bleiben und weiter zu bellen, bis der Hundeführer den Weg zum Opfer gefunden hat.
Eine alternative Anzeigeform ist das „Rückverweisen“. Rückverweisende Hunde laufen nach dem Opferfund zurück zum Hundeführer, machen dort ihre Anzeige und führen dann den Hundeführer auf direktem Weg zum Opfer zurück.
In die Gruppe der Rückverweiser gehören einmal die „Bringsler“. Beim Bringseln als Anzeigeform hat der Hund ein „Bringsel“ (kleiner Stab, kleine Beißwurst), das am Halsband befestigt ist. Findet der Hund ein Opfer, nimmt er dies ins Maul und läuft so zum Hundeführer zurück. Dies ist für den Hundeführer das eindeutige Zeichen, dass der Hund ein Opfer gefunden hat. In der Regel leint der Hundeführer den Hund nach dieser Anzeige an und lässt sich so zum Opfer führen.
Zum anderen gehören die „Freiverweiser“ in diese Gruppe. Hier erlernt der Hund eine andere (individuelle) Form der Anzeige. Wichtig ist, dass die Anzeige immer eindeutig erkennbar ist. Eine mögliche Anzeigeform ist zum Beispiel, dass der Hund seinen Hundeführer anspringt (oder anbellt), wenn er ein Opfer gefunden hat. Auch hierbei wird der Hund nach der Anzeige angeleint und führt so den Hundeführer zum Opfer.

Ist ein Rettungshundeteam gut ausgebildet, ist die Suche sehr effektiv. Unter guten Bedingungen ist der Hund in der Lage, Witterung noch über mehrere hundert Meter Entfernung wahrzunehmen. Ein Rettungshund benötigt ca. 20-30 min, um eine Fläche von 30.000 qm abzusuchen. Ohne Hund wären 50-80 Personen für das Absuchen einer gleichgroßen Fläche in diesem Zeitraum erforderlich. Ein weiterer Vorteil von Rettungshunden ist ihre Unabhängigkeit von Tageszeiten. Da sie sich tendenziell allein auf ihre Nase und der Sehsinn dem Geruchssinn untergeordnet wird, können sie ebenso gut bei Nacht, wie am Tage `arbeiten´!




 

Die gefundene Person wird vom RH-Team erstversorgt 




 
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